Willkommen im Religionsphilosophischen Salon Berlin

Der Religionsphilosophische Salon ist – seit 2007 – eine Initiative von Christian Modehn in Berlin. Ich bin Journalist, Philosoph und Theologe.  Kontakt: christian.modehn@berlin.de

Aus traurigem und furchtbarem Anlass: Über den Islam in Spanien heute. Mein Hinweis auf ein aktuelles Buch!

Der nächste religionsphilosophische Salon findet am Freitag, den 15. September 2017 um 19 Uhr in der Galerie Fantom, Hektorstr.9, statt. Unser Thema: „Was tun? Über den MUT, diese schwierige Tugend in düsteren politischen Zeiten!“ Anmeldungen sehr erwünscht angesichts der geringen Anzahl von Plätzen, an: christian.modehn@berlin.de

Am Freitag, den 4. August 2017, machten wir wieder einen Sommerausflug in den Norden der Stadt, nach Frohnau, mit einem bewusst kleinen Kreis von 9 TeilnehmerInnen. Wir besuchten und sprachen in Berlin Frohnau mit der Pfarrerin Doris Gräb, mit dem Künstler Rüdiger Moegelin, mit Mönchen im Buddhistischen Haus, dem ersten buddhistischen Haus (und Kloster) in Berlin, wahrscheinlich in Deutschland. Wir besuchten danach einen kleinen Marien-Wallfahrstort und eine, von der Architektur interessante Wohnsiedlung, die sogen. „Invalidensiedlung“. Diese Exkursionen sind ein Versuch, Menschen unterschiedlicher Religionen und Philosophien,  sozusagen auch „laufend“ und wandernd, ins reflektierende Gespräch einzuladen. Als Beitrag für eine philosophische Gesprächs-Kultur in der Stadt.

Der  religionsphilosophische Salon  am Freitag, den 14. Juli 2017, hatte als Thema: Einige Aspekte im Denken Walter Benjamins. Mit 19 TeilnehmerInnen sprachen wir vor allem über die Geschichtsphilosophischen Thesen Benjamins von 1940. ich habe einige Informationen, auch zur Interpretation des manchmal schwierigen Textes, zusammengestellt.

Zum nächsten Salonabend Mitte September 2017  folgen bald nähere Informationen.

Wir haben ein weiteres Projekt, zugleich eine Einladung zum Mitdenken und Mit-Schreiben: Am 31. 10. 2017 wird an den Thesenanschlag Martin Luthers erinnert. Damit „begann“ die Reformation. Luther schrieb 95 Thesen.

Wir schlagen vor: Jeder und jede sollte seine „9 komma 5 Thesen“ schreiben. Darin werden die zweifellos subjektiven wichtigsten Forderungen zum Überleben der Menschheit in Gerechtigkeit und zur grundlegenden Reform und Vereinfachung des christlichen Glaubens und der Kirchen dargestellt und zur Diskussion gestellt.

Wir veröffentlichen gern diese knapp gehaltenen „9 komma 5 Thesen“: Bitte senden Sie diese an christian.modehn@berlin.de       Ich habe schon vor einigen Wochen einen entsprechenden Vorschlag publiziert. Meine 9 komma 5 Thesen können Sie hier lesen.

Aktuell und bleibend ist für einige noch die Frage: Kann „man“ sich (vor allem als Katholik) von überlieferten Dogmen lösen? Kann „man“,  heißt die einfache Antwort. Etwa am Beispiel der katastrophalen Erbsündenlehre wird dies von mir gezeigt.

Zum Religionsphilosophischen Salon am Freitag, den 26. Mai 2017, um 19 Uhr, kamen in der GalerieFantom 16 TeilnehmerInnen – trotz oder wegen des gleichzeitigen Kirchentages –  zusammen. Wir diskutierten das beim Kirchentag übersehene Thema im Anschluss an Karl Marx: „Ist Religion Opium? Wann ist sie kein Opium?“ Zur Vertiefung lesen Sie die Hinweise „Wie kann man trotz Marx noch von Gott sprechen?

Im Umfeld des Kirchentages in Berlin und des Reformations/Luther Gedenkens 2017 bieten wir u.a. einige Beiträge zur Vertiefung und Diskussion:

Das neueste Interview (veröffentlicht am 13.5.2017) mit Prof. Wilhelm Gräb, Berlin, das sicher wieder viel Beachtung findet, hat den Titel:“Sollten nicht alle Menschen, also auch Christen, zuerst Humanisten sein? Prof.Gräb, Berlin,  ist ja einer der wenigen Theologen, die sich ständig von den Impulsen einer liberalen Theologie inspirieren lassen. Die „liberale Theologie“ spielt beim Kirchentag explizit keine Rolle, sie gilt offenbar als zu wenig „dogmatisch“… Die Fragen im Interview beziehen sich auf die Tatsache, dass beim Kirchentag in Berlin (24. bis 27. Mai) der explizite Dialog mit Atheisten, Agnostikern, Skeptikern und „Humanisten“ fast gar nicht vorgesehen ist. Klicken Sie zur Lektüre hier. Das Interview könnte den TeilnehmerInnen als eine gute Einstimmung zum Kirchentag dienen!

Wilhelm Gräb hat sich kürzlich schon zur Aktualität des „protestantischen Prinzips“ geäußert; als Plädoyer für einen „anderen Kirchentag“, klicken Sie hier.

Ein Hinweis auf ein neues Buch des liberalen Theologen Prof. Jörg Lauster, München, „Der ewige Protest“, klicken Sie hier.

Eine provizierende Neufassung der 95 Thesen Luthers, reduziert auf neun komma fünf (9,5) Thesen und Vorschläge, bitte hier klicken.

Zum 13. Mai: 100 Jahre Wunderglaube in Fatima: Trotz aller ökumenischen Beteuerungen hält die katholische Kirche auch jetzt am Wunderglauben und an den Erscheinungen Marias, etwa in Fatima vor 100 Jahren!, fest. Klicken Sie hier.

Zur Präsidentschaftswahl in Frankreich:

Emmanuel Macron: Seine Spiritualität, sein Glaube, seine Philosophie: Klicken Sie hier.

Katholiken bleiben auch im 2. Wahlgang am 7.5.2017 sehr rechtslastig: Klicken Sie hier.

Am 21. April 2017 diskutierten wir (14 TeilnehmerInnen) über die offensichtlich zunehmende Macht der Lüge in der Politik, der Werbung, im gesellschaftlichen Zusammenhang, im so genannten persönlichen Bereich. Ohne Lügen leben – geht das?, war eine Fragen, die wir diskutierten.  Die „Washington Post“ hat für die ersten 100 Tage seiner Amtsführung dem Mister Trump 130 (!) Lügen nachgewiesen. Die USA werden also von einem Lügner regiert. Politik und Lüge waren schon immer eng verbunden, aber so offensichtlich war der Zusammenhang von Lügner-Präsident und Politik noch nie.

Wenn Sie sich in das Thema unseres Salongesprächs im März 2017 (16 Teilnehmer) vertiefen wollen zum Thema „Glauben und Wissen, getrennt und doch verbunden“, dann klicken Sie hier.

Im Religionsphilosophischen Salon am 24.Februar 2017 sprachen 13 TeilnehmerInnen über die Frage „Inwiefern kann Philosophieren unser Leben orientieren?“ Ein Versuch, die „Lebenshilfe“ durch Philosophieren zu entdecken, inspiriert von den Studien der Philosophen Michel Hadot, Ludwig Wittgenstein und Friedrich Schiller. Zur Lektüre einiger Hinweise, klicken Sie hier.

Eine Übersicht zu unseren vielfältigen philosophischen Themen von März 2017 zurück bis Mai 2014: Klicken Sie hier.

Christen im Dialog mit Buddhisten“: Das Interview mit Prof. Wilhelm Gräb bezieht sich auf ein Thema, das offenbar beim Kirchentag in Berlin im Mai keine Rolle spielt, dabei finden buddhistische Traditionen in Deutschland und Europa immer mehr Interesse. Prof. Gräb weist darauf hin, dass der Dialog protestantischer Theologen mit dem Buddhismus ohnehin hierzulande recht schwach entwickelt ist. Zur Lektüre des Interviews klicken Sie hier.

WEITERDENKEN heißt eine Rubrik auf unserer Website, darin bieten wir Interviews („Drei Fragen“) mit dem protestantischen Theologen Prof. Wilhelm Gräb in Berlin. Diesmal zu der auf Weihnachten bezogenen Frage: „Warum ist es gut, Schönes zu pflegen?“ Zur Lektüre klicken Sie bitte hier.

Der theologische Kampf gegen den Klerikalismus war ein Schwerpunkt nicht nur Luthers, sondern früher schon von Jan Hus, Franziskus von Assisi und anderen. Dieser Klerikalismus als Herrschaft von Priestern, Bischöfen und Päpsten über das so genannte „Volk Gottes“ erweist sich heute einmal mehr als verheerend für die Gemeinden. Über diesen Klerikalismus sollten Religionsphilosophen, Soziologen und Theologen viel mehr forschen und die Irrwege dieses Kirchen-Modells dokumentieren. Lesen Sie meinen aktuellen Beitrag bezogen auf FRANKREICH und klicken Sie hier.

Zu unserem kritischen theologischen Interesse: Wir sind vor allem an einer modernen liberalen Theologe interessiert, also einer solchen, die niemals auf die kritische Prüfung religiöser Aussagen durch die Vernunft verzichtet. Interviews mit Prof. Wilhem Gräb zu Themen aus dem weiten Umfeld einer neuen „liberalen Theologie aus Berlin“ finden Sie in der Rubrik „Weiter denken“ sowie auch im Archiv dieser website.

Wir beziehen uns auf eine Tradition: Ein Salon war im 18. Jahrhundert vor allem in Frankreich ein Ort, in dem eine neue, eine gerechtere „Welt“ besprochen wurde. Ohne diese gedankliche Vorwegnahme einer anderen Lebensmöglichkeit hätte es keine politischen und religiösen Veränderungen gegeben. In dieser Tradition weiterzudenken ist für uns wichtig. Nebenbei: Über die Bedeutung der SALONS – vor 300 Jahren „gegründet“ – hat kürzlich Dorothee Nolte vom Tagesspiegel einen recht interessanten, allgemeinen Beitrag geschrieben, zur Lektüre dieses Beitrags vom 22. 11. 2015 im Tagesspiegel klicken Sie bitte hier.

Wir leben immer schon kritisch – nachdenkend, philosophierend. Insofern gilt: Jeder und jede ist „immer schon“ PhilosophIN. Wir wollen, um weiterzudenken und besser zu leben, die „Anstrengung des Begriffs“ (Hegel) nicht scheuen. Wir vermuten, dass sich im Denken und reflektierten Fühlen „immer schon“ Spuren des Göttlichen, Transzendenten, „Umgreifenden“ zeigen. Diesen Spuren kritisch nachzugehen ist unsere Aufgabe, immer im Zusammenhang auch mit der Kritik an den Religionen als Institutionen.

Wir sind, seit der Gründung im Frühjahr 2007, eine kulturelle, speziell philosophische Basisinitiative, ohne jegliche finanzielle Unterstützung von irgendeiner Seite. Wir sind unabhängig.

Das Thema Religion und Religionen, auch philosophisch-kritisch zu bearbeiten, ist heute von größter (auch politischer) Aktualität. Um so mehr wissen es viele Menschen zu schätzen, dass es unsere Initiative gibt, in der Offenheit und Respekt vor dem Suchen, Fragen und Projekten eines jeden selbstverständlich sind. Die großen christlichen Konfessionen bieten vielfach auch heute nur Dogmen und Lehren an, die man übernehmen muss. Ein religionsphilosophischer Salon respektiert das dauernde Suchen nach dem eigenen Weg. Falsche Sicherheiten werden nicht vorgegaukelt. Es sollte möglich sein, Religionsphilosophie als „meine persönliche Religionsphilosophie“ zu leben, zumal angesichts der Krisen und Ermüdungserscheinungen der alten Konfessionen.

Insofern ist der Religionsphilosophische Salon ein Ort des gemeinsamen Fragens und Suchens. Das heißt nicht, dass es nicht auch philosophische Evidenzen gibt, also gültige Einsichten der allgemeinen, also allen gemeinsamen Vernunft.

Gründer und Initiator des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“ ist Christian Modehn. 1948 in Berlin-Friedrichshagen geboren, habe ich nach dem Abitur in West-Berlin Theologie (Staatsexamen über Heidegger) und Philosophie (M.A. über Hegel) studiert: In Berlin (F.U.), St. Augustin, Bonn und München. Ich arbeite seit vielen Jahren, immer als freier Journalist über die Themen Religionen, Kirchen und Philosophien, für Fernseh- und Radiosender der ARD, sowie für die Zeitschrift PUBLIK – FORUM. Zu einigen meiner Hörfunksendungen und Fernsehdokumentationen klicken Sie bitte hier.

Philosophieren ist nicht auf den europäischen Raum begrenzt. Philosophie muss heute interkulturelle Philosophie werden. Wir laden ausdrücklich junge PhilosophInnen ein, sich an unseren Debatten zu beteiligen. Unser Interesse gilt vor allem den Entwicklungen in Lateinamerika, auch der Befreiungstheologie und Befreiungsphilosophie.